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„Täglich werden zehn Frauen in Mexico durch Gewalt getötet“

Quelle: Pereda Martínez, Alicia, 2019: Ten women are murdered in Mexico every day, in: El Universal, 02.06.2019; https://www.eluniversal.com.mx/english/10-women-are-murdered-mexico-every-day

Die Lage der Frauen in Mexiko und in Deutschland – ein Vergleich

Etwa zehn mexikanische Frauen fallen täglich der Gewalt zum Opfer, meistens verübt durch den Ex-Partner und oft einfach willkürlich.

Doch auch in Deutschland stirbt jeden dritten Tag eine Frau durch Gewalt von ihrem Partner oder Ex-Partner.

Jede vierte Frau in Deutschland war oder ist von häuslicher Gewalt betroffen. In Deutschland gibt es 360 Frauenhäuser für Betroffene von häuslicher Gewalt und die Straftaten werden strafrechtlich verfolgt und erfasst.

In Mexiko erlebt jede zweite Frau Gewalt durch ihren Partner. Davon bleiben 93% der Verbrechen ungestraft.

Einige Gruppen der mexikanischen Gesellschaft wehren sich zunehmend. Sie protestieren zu Zehntausenden auf den Strassen und erheben lautstark ihre Stimmen, um die Gewalt zu stoppen.

In Deutschland ist wenig Öffentlichkeit für diese Themen zu spüren. Zwar ist hierzulande die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gesetzlich verankert, doch die Partnerschaftsgewalt-delikte stiegen in den letzten Jahren weiter an.

Auch zeigen ersten Studien, dass durch die Corona-pandemie die Gewalt an Frauen und Kindern noch weiter gestiegen ist.

Die „NI UNA MENOS“ Bewegung in Lateinamerika fordert Gerechtigkeit, Aufklärung von Gewaltdelikten und eine Verurteilung der Täter. Sie kämpfen gegen Korruption und für ein besseres Sexualstrafrecht. Sie beanspruchen mehr Rechte als Frauen.

Wir wollen den langen anstrengenden Weg dieser mutigen Frauen sichtbar und hörbar machen und alle einladen, ihren Stimmen und den Stimmen aller betroffenen Frauen weltweit noch mehr Kraft zu geben.

Wir wollen uns einreihen in die weltweite Frauenbewegung, die die uneingeschränkte Gleichberechtigung der Geschlechter fordert.

Wir wollen die Dinge beim Namen nennen, das Schweigen brechen, niemand soll auf Grund ihres oder seines Geschlechts bevormundet oder benachteiligt werden.

Wir wollen das Recht und die Möglichkeit auf Leben in Unversehrtheit aller Menschen.

Quellen zum Nachlesen: